SIGMA Fotoreise 2017

Die 2017 SIGMA Fotoreise führte uns zurück in die Masai Mara. Die Teilnehmer konnten sich über die Erstankömmlinge der Tierwanderung freuen und erlebten eine sensationalle Fotoreise. Anbei ein kleiner Rückblick auf das Erlebte und was die Teilnehmer mitnehmen konnten.

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Nach der Ankunft in Nairobi ging es für alle Teilnehmer in das Ole Sereni Hotel. Einige Teilnehmer waren bereits früher angereist und erlebten ein paar fantastische Tage im Amboseli und Nairobi Nationalpark. Die Gruppe genoß ein gutes Abendessen bevor dann alle müde die Betten fielen. Schließlich sollte es am kommenden Morgen bereits früh los gehen. Nach einer etwas kurzen Nacht wurden die Teilnehmer zum Wilson Airport gebracht. Hier wartete auch schon unsere Air Kenya Maschine, welche uns in weniger als einer Stunde in die Mara flog. Da wir die einzigen Kunden waren, hatten wir die gesamte Propellermaschine für uns.

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Nach nur 45 Minuten Flugzeit erreichten wir den Olekiombo Airstrip mitten in einem der besten Gebiete für Tierfotografie der Mara. Unsere Fahrzeuge sammelten die Teilnehmer und ab ging es in das weniger als fünf Minuten entfernte Mara Bush Camp. Was die Jungs und Mädels der Gruppe noch nicht wussten ist, dass wir die gesamte Gruppe in den Private Wing des Camps upgegraded hatten. Der fünf Sterne Bereich des Camps gehört zu den besten Unterkünften in diesem Gebiet. Das Erstaunen und die Freude der Teilnehmer war dementsprechend groß. Nach dem Beziehen der Zimmer und einem guten Mittagessen fand dann der theoretische Teil der Fotoreise im campeigenen Fotozelt statt. Hier gab es die ersten Informationen zur Tierfotografie und die Basics der allgemeinen Fotografie, erklärt von Andreas Knausenberger und Harald Bauer. Mit diesen Informationen bewaffnet ging es dann raus zur ersten Pirschfahrt.

Und es dauerte auch nicht lange, da wurde der erste Leopard in einem Baum gesichtet. Was ein Start! Wir fuhren also entlang des Maraflusses und konnten noch ein paar Büffel, Giraffen und andere Wildtiere fotografieren. Doch das Highlight war ganz klar der Leopard. Wir erreichten dann nach Sonnenuntergang das Camp wo schon eine heiße Dusche und ein tollen Abendessen auf die Teilnehmer wartete. Nach dem Abendessen nutzten einige Teilnehmer noch die Gelegenheit für eine Bildbesprechung und weitere Tipps und Tricks von Andreas Knausenberger. Am Lagerfeuer ließen die Teilnehmer dann den Abend ausklingen.

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Der nächste Morgen startete genauso spektakulär wie der letzte Abend aufgehört hatte. Zuerst lernten die Teilnehmer wie man am besten Tiersilouhetten in der aufgehenden Sonne schießt. Danach fanden wir die ersten Löwen, welche im perfekten Licht für uns Modell standen. Eine Gruppe Elefanten bot ebenfalls ein tolles Motiv. Fast unbemerkt schlich sich dann ein weiterer Leopard hinter dem Auto vorbei. Da alle Teilnehmer mit dem Fotografieren der Elefantenherde beschäftigt waren, kam dieser Leopard ziemlich überraschend! Dennoch konnten alle ein paar tolle Bilder schießen bevor die Raubkatze im Flußbett verschwand.

Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Fotografieren einiger Zebras an einem Wasserloch, dann noch ein paar Löwen am Spätnachmittag und siehe da, Leopard nummer drei und vier bei untergehender Sonne. Willkommen in der Masai Mara!

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Man sollte glauben es geht nicht besser, doch in der Mara gibt es immer eine Steigerung! Erneut machten wir uns noch vor Sonnenaufgang auf um in Richtung Marafluß zu fahren. Dort angekommen fanden wir gleich ein Rudel Löwen welches sehnsüchtig auf die ersten warmen Strahlen der Sonne wartete. Es entstanden ein paar tolle Aufnahmen der Löwen, welche ein paar Junge dabei hatten. Diese setzten sich dann auf einen schwarzen Stein in die Sonne und genossen die warmen Strahlen der aufgehenden Sonne. In der Ferne konnten wir dann noch eine einzelne Löwin ausfindig machen welche zwei ziemlich kleine Junge dabei hatte. Diese wurden an diesem Tag das erste Mal dem Rest des Rudels vorgstellt! Was für eine Sichtung!

Auf der Weiterfahrt kamen wir dann noch am legendären Löwenmännchen "Scar" vorbei, schossen auch hier ein paar tolle Bilder des alten, schon etwas mitgenommenen Männchens, bevor wir dann in der Ferne einen Löwenkill entdeckten. Also ab zum Kill, ein paar Fotos geschossen und weiter ging es zum Mittagessen unter einem der vielen Barranight Bäume, welche im Mara Ecosystem die Landschaft prägen. Nach einem mehrgängigen Mittagessen ging es dann gestärkt weiter entlang des Maraflusses. Harald spottete Leopard Nummer fünf in einem felsigen Gebiet und Andreas schoss mit dem Rest der Gruppe ein paar Bilder von Bienenfressern welche ziemlich aktiv nach Bienen und weiteren Insekten fingen. Am späten Nachmittag entdeckten wir dann eine Gepardenmutter mit einem Jungen sowie sechs weitere Geparden im gleichen Gebiet. Wir entschlossen uns für die Gepardenmutter mit Jungem und wurden mit einer Gepardenjagd belohnt! Kurz vor Sonnenuntergang schauten wir uns dann noch die fünf Gepardenmännchen mit Gepardenweibchen an bevor es dann wieder zurück ins Camp ging.

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Der nächste Tag führte uns in das Triangle und auf die andere Seite des Maraflusses. Drei der Teilnehmer waren bereits um vier Uhr zu einer Ballonfahrt aufgebrochen und der Rest machte sich auf in einen Bereich der Mara welcher einige Spitzmaulnashörner beherrbergt. Das Ziel dieses Morgens war es also eines der Nashörner vor die Linse zu bekommen. Im Triangle angekommen teilten wir uns im Raster auf und deckten somit einen großen Teil des Gebietes auf der Suche nach "Pembe", swaheli für "Nashorn", ab. Bereits nach kurzer Zeit konnten wir eines der seltenen Nashörner finden und es gelangen auch hier tolle Aufnahmen. Die Big Five waren somit auch abgehakt und wir machten uns für unsere Mittagspause auf an die tanzanische Grenze.

Nach einem üppigen Mittagessen, mit fantastischem Weitblick in die Serengeti, ging es dann wieder zurück auf die andere Seite des Maraflusses. Hier schossen wir noch ein paar Bilder von im Schlamm liegenden Büffeln und machten einen Stopp an einem alten Kill mit jeder Menge Geiern. Diese stritten sich um die Überreste eines Zebras und schlugen sich die Bäuche voll. Auf dem Weg zum Camp fanden wir dann noch einen Hyänenbau mit ganz kleinen, putzigen Hyänenbabies welche außerhalb des Baus mit dem Rest des Rudels spielten. Es war schon ziemlich duster da maschierte noch kurz vor dem Camp ein Serval über die Straße und rundete so diesen Tag grandios ab!

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Wieder ein neuer Morgen und auf ging es zu dem Hyänenbau um Gegenlichtaufnahmen zu schießen. Die Hyänen waren bereits außerhalb des Baus, nur die ganz kleinen Babies ließen sich noch nicht blicken. So warteten wir bis die Sonne höher Stand und siehe da, eines der Babies kam neugierig aus dem Bau. Wir schossen ein paar Aufnahmen des Babies mit der Mutter und verbrachten dann einige Zeit mit einer Herde Zebras mit ein paar rangelnden Junghengsten. Diese waren damit beschäftigt sich gegenseitig in die Haxen zu beißen und boten ein tolles Motiv.

Weiter ging es dann zu den ersten großen Herden von Gnus und Zebras, Vorboten der kommenden Tierwanderung. Wir fanden dann auch die fünf Gepardenbrüder welche auf der Suche nach etwas Jagbaren waren. Wir verbrachten einige Zeit mit den Katzen bevor wir dann einen Baum zum Frühstücken suchten. Da die Geparden definitiv hungrig waren, ging es nach dem Frühstück zurück zu den Jungs. Wir fuhren gerade auf der Straße zu den Großkatzen als plötzlich ein Hase in direkter Nähe zu den Geparden auftauchte. Andreas informierte sofort die Teilnehmer darüber und nur wenige Sekunden später ging die Jagd auch schon los. Der Hase hatte wenig Chancen gegen die fünf hungrigen Geparden und landete daher auf dem Mittagstisch.

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Mit großen Abstand blieben wir an den Geparden dran. Da der Hase nur ein kleiner Snack für die Jungs war, wussten wir dass sie erneut auf Jagd gehen würden. Und nach gut zwei Stunden war es dann wieder soweit. Ein einzelnes Impalla stand auf dem Speiseplan. Leider bemerkte das Impalla die Geparden rechtzeitig und kam gerade so mit dem Leben davon. Wir setzten alles auf eine Karte und blieben in der Nähe der Geparden bis zum Sonnenuntergang. Leider hatten die Jungs keine weitere Chance... na ja zumindest nicht bis alle Autos wieder in den Camps waren. Nach Sonnenuntergang erlegten die fünf dann zum ersten Mal ein ausgewachsenes Gnu! Guten Appetit! Nach dem Abendessen zeigte Andreas ein paar Teilnehmern die Astrofotografie und die mondlose Nacht brachte ein paar fantastische Aufnahmen der Milchstraße hervor. Dank des SIGMA 20mm 1.4 konnten die Teilnehmer ein paar geniale Aufnahmen in dieser Nacht mitnehmen.

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Tag fünf stand an und dieser Tag sollte wieder ein Grandioser werden... Wir machten uns auf die Suche nach ein paar Leoparden und kamen dabei an einem Löwenrudel mit Jungen vorbei. Nach ein paar Bildern nahmen wir die Suche nach den Leoparden wieder auf. Andreas beobachtete zwischenzeitlich durch das Fernglas das Löwenrudel da dieses sehr interessiert an dem umherlaufenden Gnus war. Ein gutes Zeichen für eine eventuelle Jagd. Als sich gleich zwei der erwachsenen Löwinnen in Lauerstellung auf den Weg machten, fuhren wir sofort zurück in deren Richtung. Was nun folgte war ein gutes Beispiel dafür wie schnell man auf der Speisekarte eines Löwenrudels landen kann.

Durch die Büsche sahen wir einen Wassebock welcher gerade ein Junges gebar. Gerade als wir anhielten erblickte der kleine Wasserbock das Licht der Welt. Nun, man muss nicht wirklich ein Tierexperte sein um vorherzusagen auf was die Löwinnen es abgesehen hatten... Wir brachten die Fahrzeuge in Position, was nicht gerade einfach war aufgrund der vielen Büsche. Nur kurze Zeit nach der Geburt sollte das Leben des kleinen Kerls auch schon wieder zu Ende sein. Die Löwinnen schnappten sich das Neugeborene. Ein sehr emotionaler Moment welcher im Schweigen aller Teilnehmer endete. Aber so ist das Leben in der Masai Mara.

Nach diesem Sighting hatten wir so gut wie alles fotografiert was der Busch zu bieten hat und so machten wir uns zum Mittagessen auf zurück ins Camp. Dies bot den Teilnehmern die Gelegenheit zur Bildersicherung und um für ein paar Minuten die Beine hochzulegen. Am Nachmittag fotografierten wir dann noch ein paar Hornbills bei der Futtersuche und beendeten den Tag mit dem Fotografieren von ein paar Löwen hoch oben auf ein paar Felsen am Marafluss.

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Der letzte Morgen in der Mara brach an und nur wenige Minuten vom Camp entfernt fanden wir gleich vier junge Löwenmännchen im perfekten Licht. Da wir ebenfalls noch einmal ein paar Aufnahmen der Hyänen schießen wollten, bot es sich natürlich an die Löwenmännchen gleich mitzunehmen. Diese kamen dem Bau nämlich ziemlich nah und das gesamte Rudel machte sich auf die Löwen zu vertreiben. Hier konnten wir tolle Aufnahmen der Interaktion zwischen Löwen und Hyänen schießen. Am Mittag ging es zurück ins Camp und dann hieß es auch schon Sachen packen. Die letzten Mittagsstunden in der Mara nutzten wir dann um die Top 10 Bilder der Teilnehmer gemeinsam in der Fotolounge zu betrachten bevor es mit dem Flieger zurück nach Nairobi ging.

Dort angekommen ging es dann mit kurzem Zwischenstopp an den internationalen Flughafen und zurück nach Deutschland. Wir hatten eine Menge Spaß auf dieser Reise und genossen die Zeit mit tollen Menschen und fantastischen Tiermotiven. Wir freuen uns schon jetzt auf die kommende SIGMA Fotoreise!