Pangolin Ultimate Kenya - Fotoreise 2017

Die diesjährige Tierwanderung erreichte die Masai Mara bereits im Juni. Nichtsdestotrotz verblieben die Millionen Tiere bis Ende September in der Mara. Wir erlebten eine fantastische Tierfotografie auf der zweiwöchigen Fotoreise für Pangolin Photo Safaris. Ziel der Fotoreise war neben der Masai Mara auch der Samburu Nationalpark.

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Alle Teilnehmer erreichten Nairobi teilweise aus Südafrika, den USA und Australien. Nach Ankunft ging es für alle Teilnehmer in das Ole Sereni Hotel wo wir gemeinsam zu Abend aßen. Am folgenden Morgen ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück zum Wilson Airport wo unsere private Chartermaschine bereits wartete. Nach nicht einmal einer Stunde Flug erreichten wir die Masai Mara und checkten gemeinsam im Mara Bush Camp ein. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Mittagspause ging es dann das erste Mal raus auf Pirschfahrt. Aufgrund der heftigen Regenfälle in den vergangenen Tagen, konnten wir an diesem Nachmittag nicht den Talek-Fluss überqueren und entschlossen uns daher für ein alternatives Gebiet. Nach kurzer Zeit spotteten wir eine Löwenfamilie mit Jungen und einem frischen Kill. Wir verbrachten den verbleibenden Nachmittag in dieser Gegend und konnte ein paar tolle Bilder schießen.

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Am zweiten Morgen der Fotoreise hieß es wieder früh aufstehen. Das Wasser war immer noch zu hoch um den Talek zu überqueren und so machten wir uns in die gleiche Region wie am Vortag auf. Wir wollten heute gezielt nach großen Löwenmännchen suchen. Diese fanden wir dann auch gegen Nachmittag. Insgesamt 23 Löwen mit zwei Männchen, einigen Weibchen und sehr vielen Jungen. Wir entschlossen uns bei den Löwen zu warten, bis diese etwas aktiver werden würden. So verbrachten wir einige Stunden mit Warten bevor der Himmel langsam zuzog und die Löwen aktiver wurden. Als der Regen anfing, entdeckten die Löwinnen einige Büffel die über eine Hügelkuppe kamen. Und so kam es wie es kommen musste. Die Löwinnen brachten sich selbst in Position und wir positionierten die Fahrzeuge hinter den Büffeln. Die Gruppe Löwinnen teilte sich auf und leider wurde eine der Jägerinnen zu früh entdeckt. Als die Büffel durchstarteten war eine Löwin bereits fast in Reichweite. Diese sprang auf den Rücken des Büffels, wurde aber mehrfach abgeschüttelt. Die sonst so trägen Löwenmännchen beteiligten sich ebenfalls an der Jagd. Doch das Glück war auf Seiten der Büffel die es schafften zu entkommen. Trotzdem war dies ein aufregendes Erlebnis für die Teilnehmer.

Nicht zu vergessen waren natürlich die Helicopterflüge, welche die Teilnehmer jeweils zu Zweit plus einem fotografischen Leiter erleben durften. Trotz des regnerischen Wetters kamen tolle Aufnahmen zustande. Es wurden sehr viele Löwen aus der Luft gesichtet, ein Rudel sogar mit einem frischen Topi-Kill. Doch das eigentliche Highlight für alle waren die unendlichen Reihen anziehenden Gnus, welche sich langsam auf den Weg zurück in die Serengeti machten. Tausende und Abertausende Gnus in langen Reihen...Spektakulär!

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Photos by Janine Krayer

Der nächste Tag sollte wieder voll gepackt mit aufregenden Erlebnissen sein. Wir wollten heute nach den fünf Gepardenmännchen suchen und machten uns schon zeitig auf den Weg. Es war noch sehr früh als wir an einem Wasserloch vorbei kamen in welchem ein Rudel Hyänen spielte. Ein Sighting welches man nicht alle Tage vor die Objektive bekommt. Wir genossen es den jungen Hyänen beim Spielen zuzusehen und machten uns dann später auf in Richtung Mara-Fluss. Dort angekommen entdeckten wir ein paar Löwen mit einem Gnu-Kill von letzter Nacht. Zudem sahen wir tausende Gnus langsam in Richtung Mara kommen. Wir entschlossen uns an den Crossing-Punkten zu warten. Ein langes Hin und Her bis sich die Gnus dann endlich entschlossen durch den Fluss zu schwimmen. Da mehrere Crossings direkt nebeneinander waren, entschieden sich die Gnus an mehreren Stellen den Fluss zu durchqueren. Wir konnten also drei unterschiedliche Crossings fotografieren.

Die Löwen hatten inzwischen auch von dem Crossing Wind bekommen und machten sich auf den Weg in Richtung Crossing-Ausgang. Und dann ging es richtig zur Sache. Eine Löwin wartete gekonnt beim Ausgang auf die erschöpften, aus dem Wasser kommenden Gnus. Sie erlegte gleich ein ausgewachsenes Exemplar und schnappte sich gleich darauf ein halb ausgewachsenes Gnu. Da die Gnus immer mehr das Steilufer an der Löwin vorbei hinaufliefen, ließ diese das frisch gefangene Gnu liegen und versuchte sich ein Weiteres zu holen. Dies gelang ihr auch! Somit waren es schon drei Gnus auf der Habenseite der Löwin. Etwas Erstaunliches passierte allerdings, als die Löwin das dritte Gnu gerade am Ersticken war. Still und heimlich machte sich das zweite Gnu auf die Beine und schaffte es tatsächlich sich davonzustehlen und den Rest der Herde einzuholen. Die Löwin hatte wohl zu früh das Gnu in Ruhe gelassen und sich auf einen weiteren Fang konzentriert. Glück für das Gnu und ein Endstand von 2:1 für die Löwen!

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Doch das sollte für diesen Tag noch nicht alles gewesen sein. Kurz vor dem Mittagessen erfuhren wir von einem unserer anderen Fahrzeuge, dass ein Spitzmaulnashorn nicht all zu weit entfernt von uns gesehen wurde. Wir machten uns gleich auch den Weg und nach kurzer Zeit konnten wir das Nashorn auf großer Distanz entdecken. Wir waren die einzigen Fahrzeuge in dem abgelegenen Teil der Mara und hatten genügend Zeit tolle Bilder zu schießen. Das Nashorn ließ sich nicht im Geringsten von uns stören. Was für ein Vormittag! Das Mittagessen hatten sich die Teilnehmer wirklich verdient. Später am Nachmittag fanden wir dann auch die fünf Gepardenmännchen, welche vollgefressen mit dicken Bäuchen in den Büschen lagen. Hier sollte für die nächsten zwei Tage nicht mehr viel passieren, waren die Burschen doch ziemlich vollgefressen! Wir machten uns daher auf zurück ins Camp wo wir den Abend wie immer mit einem tollen Abendessen und einer allabendlichen Theoriestunde in der eigenen Fotolounge ausklingen ließen.

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Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Geparden. Wir wollten diese gezielt suchen und nach Möglichkeit auch bei der Jagd fotografieren. Wieder ging es sehr früh los und direkt vor unserer Lodge stoßen wir auf eine Gruppe Giraffen, welche perfekte Silhouetten vor dem kurz vor Sonnenaufgang tiefblau erscheinenden Himmel boten. Das mussten wir einfach fotografieren. Mit der aufgehenden Sonne überquerten wir dann zum ersten Mal in dieser Woche den Talek und stießen sogleich auf eine Gepardin mit einem fast ausgewachsenen Jungen. Wir entschlossen uns an den beiden dran zu bleiben, da diese sich definitiv nach etwas Essbaren umschauten. Und so konnten wir dann am Ende auch eine Gepardenjagd fotografieren. Die noch recht unerfahrene Gepardin suchte sich allerdings ein Topi als Mahlzeit aus. Etwas überdimensioniert und so auch kein Wunder, dass das Topi mit Leichtigkeit davonkam.

Den Mittag verbrachten wir mit dem Fotografieren von einigen Wattled Starlings welche immer zur Zeit der Migration in der Mara anzutreffen sind. Diese Vögel ziehen mit der Migration und sind daher nur zu diesem Zeitpunkt in der Mara anzutreffen. Wir fanden eine große Herde Büffel mit jeder Menge Starlings und so kamen die Teilnehmer voll auf ihre Kosten. Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hatte, sahen wir die legendäre Gepardin Malaika mit ihren zwei fast ausgewachsenen Jungen. Diese verfolgten ein verwundetes Gnu. Aber Malaika ging kein Risiko ein und gab nach ein paar Versuchen auf das Gnu zu reißen. Wir beobachteten den Weg der Gepardin, da diese definitiv auf der Jagd war. Nebenher fotografierten wir noch eine große Elefantenherde in brennender Hitze.

Als endlich die Wolken vor die Sonne zogen, hatte Malaika eine Herde Impalas ausgemacht. Wir positionierten unser Fahrzeug erneut hinter den Impalas. Leider waren zu viele Augen wachsam und so startete Malaika zwar einen Versuch eines der Impalas zu erwischen, diese waren aber vorgewarnt und entkamen der Gepardin. In der Ferne entdeckten wir dann noch eine Löwin welche auf einem der großen schwarzen Felsen am Mara-Fluss döste. Nach ein paar Fotos ging es dann auch schon wieder zurück ins Camp, das wir dann im letzten Tageslicht erreichten. Die kommenden zwei Nächte sollten wir im Governors Camp verbringen, da hier schon eine Ballonfahrt und ein Besuch bei den Masais auf die Teilnehmer wartete.

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Heute ein weiteres Highlight der Ultimate Kenya Safari. Eine Ballonfahrt über die Masai Mara. Wir mussten schon um vier Uhr aufstehen um rechtzeitig am Startplatz der Ballonfahrt zu sein. Da unser Camp auf der gegenüberliegenden Seite des Startplatzes lag, mussten wir in einem kleinen Boot den Mara-Fluss überqueren. Nach einer Einweisung und mit aufgehender Sonne ging es dann in die Lüfte! Wir schwebten über den letzten, urtümlichen Wald der Mara und entlang des Flusses. Wir sahen Geier, Adler und andere Vögel in den Bäumen sitzen und schossen tolle Aufnahmen von den Hippos im Fluss. Wir schwebten bei perfekten Bedingungen weit in das Mara Triangle hinein, wo nach der Landung ein ausgiebiges Champagner-Frühstück auf uns wartete.

Nach dem Frühstück ging es dann zur tansanischen Grenze und entlang der tollen Hügelkette des Triangles in Richtung Marabrücke. An dieser empfing uns schon ein mächtiger Gestank des Todes. Unzählige Gnus werden jedes Jahr an der Brücke angeschwemmt und rotten dort vor sich hin. Zur Freude der Geier welche sich über die Kadaver hermachten. Hier konnten wir ein paar eindrucksvolle Bilder schießen bevor wir dann auf die andere Seite zurück in das Masai Mara Conservancy fuhren. Hier sollte es entlang des Mara-Flusses zurück in Richtung Norden gehen. Dramatische Regenwolken zogen gegen Nachmittag auf und als wir den berühmten Marsh Swamp erreichten fing es heftig an zu regnen. Wir entdeckten noch ein sich paarendes Löwenpärchen, welches allerdings nicht allzu erfreut war von dem heftigen Regen überrascht zu werden. Wir nutzen die dramatische Stimmung um ein paar Regenbilder der Löwin und des Männchens zu schießen. Traurigerweise war das Licht dann allerdings schnell mehr oder weniger komplett verschwunden und so entschlossen wir uns zurück ins Camp zu fahren.

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Der letzte Morgen in der Masai Mara, bevor es weiter in den Samburu Nationalpark gehen sollte. Da wir heute ein Masaidorf besuchen wollten, konzentrierten wir unsere Pirschfahrt auf den Sumpf. Hier sollten wir auch gleich mit dem Liebespärchen sowie den sechs jungen Löwenmännchen der Gegend belohnt werden. Nach ein paar Bildern ging es dann zu der Boma wo wir Zeit hatten ein paar schöne Bilder der dort lebenden Masai zu schießen. Um 11 Uhr fuhren wir dann zurück zum Airstrip wo unsere Chartermaschine bereits wartete. Nach gut eineinhalb Stunden Flug erreichten wir dann den Samburu Nationalpark im Norden Kenias. Was für ein Unterschied zur Mara. Extreme Dürre setzte seit Monaten dem Norden Kenias ordentlich zu und so traf uns die trockene Hitze wie ein Schlag ins Gesicht. Am Flughafen warteten schon unsere Fahrzeuge und Guides für die kommenden Tage. Es ging gut eine Stunde lang durch ein privates Schutzgebiet bis hoch hinauf in die Berge zur Samburu Saruni Lodge. Eine der besten Lodges in Kenia mit absolutem Traumblick!

Nach dem Check-In und einem tollen Mittagessen ging es für einen kurzen Nachmittags-Drive in das Samburu Reservat. Hier hatten die Teilnehmer die Aufgabe bestimmte Tiere zu fotografieren und über ein Punktesystem wurde dann am Ende der Reise ein Gewinner ermittelt. Die drei Teams hatten ihren Spaß beim Abhaken der auf der Liste des "Phunting" stehenden Tiere und lernten zudem noch eine Menge über die Gegend und die darin lebenden Tierarten. Einige Tierarten gibt es nur in dieser Region wie z.B. das Grevy Zebra, den Somali Bienenfresser, den Somali Strauß, das Vulturine Perlhuhn und die Somali Oryx Antilope. Und wie es das Glück so wollte entdeckten wir sogar ein junges Karakal. Diese Raubkatze ist äußerst selten zu fotografieren und war für einige Teilnehmer die überhaupt erste ihrer Art! Nach diesem unglaublichen Sighting genossen wir noch einen Sundowner im Busch und kehrten im Dunklen zurück zur Lodge, wo bereits ein ausgiebiges Mehrgänge-Menü auf uns wartete.

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Fotos by Guts Swanepoel

Auf die Teilnehmer wartete heute ein Ganztages-Gamedrive. Wir wollten den ganzen Tag im Park verbringen und weiter an der "Phunting" Challenge arbeiten. Kaum in der Nähe des Flusses angekommen entdeckten wir auch schon einen wunderschönen Leoparden der gerade unterwegs war. Alle Teilnehmer konnten tolle Aufnahmen schießen und nun war auch der letzte der Big Five erfolgreich abgehakt. Ein weiteres Highlight des Tages war ein Marshall Adler, der größte in Kenia vorkommende Adler, welcher ein Perlhuhn gerissen hatte. Dieses rupfte der Adler gekonnt am Boden sitzend und wir hatten schöne Motive des beeindruckenden Vogels. Das Frühstück gab es dann unter Palmen am Flussufer und danach wurde der Mittag mit der Jagd auf den Somali Bienenfresser verbracht. Der Spätnachmittag sollte dann noch einmal ein kleines Highlight für uns bereithalten. Wir entdeckten einen weiteren Leoparden, welcher sich gerade an ein paar Impalas heranschlich. Leider wurde er von den aufmerksamen Augen entdeckt und seine Deckung flog auf. Und sollte das nicht schon schlimm genug für den Leoparden gewesen sein, nein es fing auch noch an aus allen Eimern zu schütten. Zeit für uns sich auf den Rückweg zu machen. Den Abend ließen wir am Lagerfeuer und bei dem ein oder anderen Getränk ausklingen. Programm für den kommenden Morgen war die stolzen Samburukrieger zu fotografieren.

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Der letzte Tag im Samburu brach an. Wir nutzten diesen, um vor allem die Samburu mit ihren farbenfrohen, traditionellen Kleidungen zu fotografieren. Die Landschaft und die Lage der Samburu Saruni Lodge waren hierfür einfach genial. So entstanden tolle Aufnahmen der stolzen Samburu. Für den Nachmittag hatten wir eine Sitzung zur Nachbearbeitung der Fotos geplant. Dabei lernten die Teilnehmer von allen drei Fotoguides die Nachbearbeitung mit Adobe Lightroom und was an den Bildern verbessert werden könnte. Ein Angebot welches alle Teilnehmer dankend annahmen. Für den Nachmittag standen noch einmal zwei Programme zur Auswahl. Entweder ein Besuch bei einem Dorf der Samburu oder eine letzte Sitzung im lodgeeigenen Fotobunker.

Die Teilnehmer welche sich für den Fotobunker entschlossen, wurden noch einmal mit einem fantastischen Finale belohnt. Andreas konnte nämlich auf Grund des Verhaltens einiger Schakale einen Leoparden aus dem Fotoversteck entdecken. Dieser wollte sich gekonnt an uns vorbeischleichen, doch die Schakale machten diesen Plan zunichte! Wir stiegen in das Fahrzeug und versuchten den Leoparden zu finden. Zwischenzeitlich versteckte sich dieser gekonnt, kam dann aber ins Offene und bot uns eine sensationelle Show. Er störte sich nicht im Geringsten an dem Fahrzeug und lief nur wenige Meter von uns entfernt in aller Seelenruhe zum Wasserloch, um dort minutenlang das frische Wasser zu genießen. Was für ein Abschluss der Fotoreise!

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Am nächsten Morgen ging es dann zurück zum Airstrip und mit der Chartermaschine zurück nach Nairobi. Hier sollten sich dann die Wege aller Teilnehmer trennen.

Für die kommende Saison 2018 werden wir gleich fünf Wochen in der Masai Mara verbringen. Dabei werden Fotografen wie Grant & Helena Atkinson, Nellis Wolmerans, Guts Swanepoel, Andreas Knausenberger, Janine Krayer sowie Charl & Sabine Stols die Gruppen leiten. Wir haben schon einige Buchungen auf diese Wochen und empfehlen daher eine rechtzeitige Anmeldung. Alle Informationen zur Fotoreise 2018 in die Masai Mara finden Sie hier: http://www.extrakt-travel.com/index.php/de/fotoreisen-afrika-de/fotoreisen-kenia/migration-pangolin-2018